Slide 1
wahlprogramm für die tu
mathias rößler tu

Wir sind die GRAS an der Technischen Universität Wien (kurz: GRAS TU), ein gemischtes Team aus motivierten Studierenden, die den Studienalltag an der TU nachhaltiger und gerechter gestalten wollen.

Gerade jetzt braucht es eine ökologische und progressive Hochschulvertretung an der TU. Der TU kommt eine besondere Verantwortung im Klimaschutz zu, da sie einerseits als Vorbild für klimafreundliches Wirtschaften als auch hinsichtlich technologischen Fortschritt fungieren durch die Ausbildung geprägt werden

In der Exekutive der ÖH-Bundesvertretung konnten wir bereits viele wichtige Projekte umsetzen und Verbesserungen für Studierende schaffen. Dasselbe wollen wir auch jetzt an der Technischen Universität erreichen. Daher setzen wir uns für einen freien Hochschulzugang und eine klimaneutrale TU ein.

Jetzt erst recht: eine laute starke GRAS!

Ein gerechter und zukunftsorientierter Bildungsbereich muss flexibel, digital und nachhaltig sein. Bildung darf kein Luxus sein, sondern muss sich den Lebensrealitäten der Studierenden anpassen. Deshalb setzen wir uns für folgende Maßnahmen ein:

Flexibles Studium

Ob Lohnarbeit, Zeitpläne, Betreuungspflichten oder schlichtweg das Achten auf Gesundheit – alle Studierenden haben andere Voraussetzungen und verdienen damit auch die Möglichkeit, ihr Studium flexibel zu gestalten. Dadurch können mehr Student_innen ihr Studium abschließen und es wird ein nachhaltiger Bildungsgewinn sichergestellt.

Lecture-Tube-Ausbau

Vorlesungen für alle zugänglich machen Studierende haben unterschiedlichste Verpflichtungen – sei es Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung oder gesundheitliche Einschränkungen. Dennoch sind viele Vorlesungen noch immer nicht digital verfügbar. Wir fordern daher die flächendeckende Bereitstellung von Lecture-Tube-Aufzeichnungen, um sicherzustellen, dass Lerninhalte jederzeit zugänglich sind. So wird niemand aufgrund fehlender Präsenz von essentiellen Informationen ausgeschlossen.

Freier Zugang zu Skripten & Lernmaterialien

Bildung muss barrierefrei sein – auch finanziell. Alle Skripten und Lernmaterialien sollen deshalb standardmäßig in digitaler Form und kostenfrei zur Verfügung stehen. Niemand sollte gezwungen sein, jedes Semester teure Bücher zu kaufen oder sich durch unzugängliche PDF-Scans durchzuarbeiten.

Digitale Materialien statt Papierzwang

An einer technischen Universität sollte es selbstverständlich sein, dass alle Unterlagen digital zur Verfügung stehen und Aufgaben elektronisch abgegeben werden können. Der Zwang auf Studierende, Dokumente auszudrucken, ist nicht nur unzeitgemäß, sondern auch ökologisch unverantwortlich. Wir fordern daher die verpflichtende Einführung digitaler Unterlagen & Abgaben für alle Lehrveranstaltungen, wo es möglich ist.

Moderne Infrastruktur: Steckdosen in allen Hörsälen

Ein Studium erfordert die Nutzung von digitalen Geräten – doch in vielen Hörsälen fehlen noch immer ausreichend Steckdosen. Wir setzen uns für eine flächendeckende Nachrüstung aller Hörsäle mit ausreichend Ladeinfrastruktur ein, um ein produktives und zeitgemäßes Lernen zu ermöglichen.

TISS

Das Tiss stellt einen alltäglichen Bestandteil des Studiums eines jeden Studierenden der TU dar. Dennoch ist die Gestaltung der Oberfläche komplex und unübersichtlich, was sowohl für neue Studierende als auch für Menschen mit Beeinträchtigungen – insbesondere Seheinschränkungen – deutliche Schwierigkeiten bedeutet. Daher fordern wir als GRAS eine Modernisierung des TISS Systems. Ob dies durch eine Neugestaltung der bestehenden Software oder durch eine Integration in TUWEL erfolgt, ist durch die zuständige IT zu bestimmen.

Unabhängigkeit von Microsoft und anderen Datenkraken

Die TU – wie viel zu viele öffentliche Instanzen – überlässt einen immer größeren Teil ihrer IT Infrastruktur internationalen Großkonzernen. Nicht nur entstehen dadurch Problematiken bezüglich des Datenschutzes, sondern die Studierenden sind auch unerwarteten Kürzungen der Leistungen ausgesetzt. So wurde erst kürzlich der Cloudspeicher von 5TB auf 15GB reduziert, was für viele Studierende – vor allem bei Gruppenarbeiten – zu einem Problem wird, da selbst einzelne Projekte deutlich größere Datenmengen als die gebotenen 15GB erfordern. Wir als GRAS fordern deswegen eine Abkehr von internationalen Großkonzernen hin zu europäischen oder österreichischen Anbietern oder dem Hosten der Services durch die TU selbst.

Freie Dateien

In vielen Studiengängen und Lehrveranstaltungen werden wichtige Inhalte wie verpflichtende Layouts oder Datengrundlagen ausschließlich in proprietären Formaten angeboten, welche nur mit teuren oder nur auf einzelnen Plattformen verfügbaren Programmen geöffnet und bearbeitet werden können. Nicht nur werden Studierende so gezwungen Lizenzen zu erwerben, deren Studierendenrabatt nicht gesichert ist (siehe Microsoft mit Speicherkürzung), sondern sind auch Studierende die keinen Windows Rechner, sondern Mac oder Linux, verwenden benachteiligt wenn solche Programme vorausgesetzt werden. Daher fordern wir als GRAS, dass alle den Studierenden zu verfügung gestellten Daten auch in offenen Dateiformaten angeboten werden, damit auch mit alternativen Programmen auf nicht unterstützten Systemen gearbeitet werden und um die Studierenden nicht an eine später deutlich teurere Softwarelösung zu binden.

Freie Programmwahl

In einzelnen Lehrveranstaltungen werden heute spezielle Programme vorausgesetzt. So gibt es Lehrveranstaltungen mit Prüfungen in Microsoft Access, Esri ArcGis oder welche, in denen die Verwendung von Produkten der Adobe Suite vorausgesetzt wird. So werden Studierende etwa mit Mac oder Linux benachteiligt, da diese für Prüfungen nur in den Computerräumen der TU Lernen können, da die eben genannten Programme teilweise ausschließlich auf Windows verfügbar sind.
Die GRAS fordert deshalb, dass wo möglich – alle oben genannten Programme haben Alternativen, die auf MacOS oder Linux laufen und alle im Rahmen der Ausbildung notwendigen Funktionen besitzen– die Nutzung von Alternativen ermöglicht und explizit angeboten wird. Damit wird die Benachteiligung bei Nutzung von anderen Geräten minimiert und niemand wird zur Anschaffung eines zusätzlichen Geräts gezwungen.

Als führende Bildungseinrichtung muss die TU eine Vorreiterrolle im Klimaschutz übernehmen. Nachhaltigkeit darf kein Lippenbekenntnis bleiben – die Universität muss aktiv zur Reduktion ihrer CO₂-Emissionen beitragen und klimafreundliche Infrastruktur fördern. Deshalb setzen wir uns für folgende Maßnahmen ein:

Klimaneutrale TU bis 2030

Wir fordern ein klares und verbindliches Bekenntnis zur Klimaneutralität bis 2030. Das bedeutet eine nachhaltige Transformation aller Betriebsabläufe, von energieeffizienten Gebäuden über klimafreundliche Mobilität bis hin zu nachhaltiger Beschaffung und Verpflegung. Die TU muss Verantwortung übernehmen und aktiv zum Klimaschutz beitragen.

Mehr Fahrradstellplätze & Reparaturboxen

Radfahren ist eine der nachhaltigsten Mobilitätsformen – doch an der TU gibt es immer noch zu wenige sichere Abstellplätze für Fahrräder. Wir setzen uns für mehr überdachte Fahrradstellplätze ein, die gut erreichbar und sicher sind. Zusätzlich sollen Fahrrad-Reparaturboxen mit Werkzeug und Ersatzteilen zur Selbsthilfe eingerichtet werden, um die Nutzung des Fahrrads noch attraktiver zu machen.

Nachhaltige Ernährung: Mehr vegane und vegetarische Optionen in der Mensa

Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen. Wir fordern ein ausgewogenes Angebot in den TU-Mensen:

  • 1/3 vegane, 1/3 vegetarische und 1/3 fleischhaltige Gerichte, um allen Ernährungsweisen gerecht zu werden.
  • Ein fleischfreier Tag pro Woche, an dem ausschließlich vegetarische und vegane Gerichte angeboten werden – ein kleiner, aber effektiver Beitrag zur Senkung der CO₂-Bilanz.

Fassaden- und Dachbegrünung

Die Gebäude der TU Wien müssen klimafit werden! Begrünte Dächer und Fassaden verbessern das Stadtklima, reduzieren die Hitzeentwicklung und fördern die Biodiversität. Wir fordern daher gezielte Begrünungsmaßnahmen am Gußhaus und Freihaus, um das Mikroklima an der TU nachhaltig zu verbessern.

Solarausbau auf TU-Gebäuden

Die Dächer der TU bieten enormes Potenzial für die Erzeugung erneuerbarer Energie. Das Plus-Energie Bürohochhaus ist das perfekte Beispiel. Wir fordern einen konsequenten Ausbau von Photovoltaikanlagen auf TU-Gebäuden, um die Universität mit sauberem, selbst produziertem Strom zu versorgen und so einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Fördertopf für Öffitickets

Die Kosten für die An- und Abreise zur Uni sind vor allem für Studierende, die außerhalb der Kernzone Wien leben, nicht unerheblich und werden wie vieles teurer. Wir wollen hier Studierenden unter die Arme greifen und gleichzeitig den Wechsel zum ÖPNV unterstützen.

Vermittlung von Fachjargon für Student_innen mit nicht-deutscher Muttersprache

Zu oft werden schon in Grundlagen-LVAs unbekannte Fachwörter verwendet, ohne darauf weiter einzugehen. Dies kann es besonders für Studierende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, unmöglich machen, einer Vorlesung inhaltlich zu folgen. Wir wollen das Lehrende diesbezüglich geschult werden und dementsprechend ihre Unterlagen und Vorträge anpassen. Z.B. mit Bildern oder zusätzlichen Begriffserklärungen.

Barrierefreie Lernunterlagen

Lernunterlagen müssen zumindest auf Anfrage, idealerweise jedoch immer allen Studierenden niederschwellig zugänglich sein. Das heißt: Videos mit Untertiteln, auditive Bildbeschreibungen, Texte mit Audioversion, etc.

Sanktionen für Diskriminerung

Jede Hochschule muss einen Leitfaden für diskriminierendes oder übergriffiges Verhalten vonseiten der Lehrenden erarbeiten. Darin ist insbesondere das weitere Verfahren nach mehrfachen Vorfällen gegenüber Studierenden oder anderen Personen festzuhalten. Täter_innen dürfen nicht unbeschadet weitermachen.