Veröffentlich am 2.01.2017

Die GRAS 2016. Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr

GRAS wächst in der ÖH
Wir waren auf ÖH Ebene sehr aktiv. In der ÖH Bundesvertretung kam es zum Vorsitzwechsel zwischen Meryl Haas und Marie Fleischacker. Gemeinsam mit dem Doppelvorsitz der ÖH Uni Wien mit Karin Stanger und Anna Steinberger stellt die GRAS zwei starke Exekutiven.

In der ÖH sind wir für zahlreiche spannende, gesellschaftskritische Projekte verantwortlich. Wir verhandeln in verschiedenen Gremien für bessere Studienbedingungen und für ein österreichweites Studi-Ticket für den öffentlichen Verkehr. Alle Infos dazu gibts hier: https://studiticket.oeh.ac.at. Wir stellen uns gegen Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren und stehen für den offenen, ausfinanzierten Hochschulzugang und gleiche Rechte für alle Student_innen ein. Mehr unter www.oeh.ac.at

Auch in zahlreichen Hochschulstandorten in Österreich ist die GRAS aktiv und betreibt feministische, kritische Studi-Politik und wirken in der ÖH mit. Wir setzen uns beispielsweise gegen Homophobie oder für leistbares Wohnen ein und organisierten Filmabende, Diskussionen und Vorträge. Die GRAS ist der Garant für emanzipatorische, antifaschistische und feministische Projekte in der ÖH! Dort wo die GRAS in der Opposition ist, ist sie unbequem, kontrolliert und fordert Transparenz und eine gesellschaftskritische, laute und progressive ÖH ein.

Gesellschaftspolitischer Aktivismus… 
Daneben kam auch politischer Aktivismus nicht zu kurz. Sei es bei Demonstrationen, wie z.B. gegen das rechtsextreme “Europäische Forum Linz” oder gegen Aufmärsche der rechtsextremen Identitären in ganz Österreich. Hier konnte wir auch mit der ÖH Uni Wien den Prozess gegen die Stürmung des Audimax gewinnen und gemeinsam mit zahlreichen Antifaschist_innen die Straßen nehmen. Auch im Kampf gegen Homo-Hass und gegen die Einschränkung von Frauen*Rechten protestieren wir unermüdlich.

Gegen den europaweiten Rechtsruck und um einen deutsch-nationalen Burschenschafter als Bundespräsidenten zu verhindern haben wir die umfassende Kampagne “Kein Hufbreit dem Faschismus” auf die Beine gestellt, zu der wir zahlreiche Veranstaltungen in Wien, Innsbruck, Salzburg, Linz, Krems und St.Pölten organisiert haben. Mit unserem antifaschistischen Einhorn waren wir gegen Rassismus und Ausgrenzung in ganz Österreich unterwegs, haben Aufklärungsarbeit geleistet und Studierende für ein vereintes, offenes Europa für alle begeistern können.

Unser gesellschaftspolitisches Engagement war in diesem Jahr von einem ungeahnten Medieninteresse begleitet: Nicht nur Anfragen von lokalen Medien erreichten uns, nein – die GRAS war im internationalen Fernsehen, wie z.B. bei ZDF, bei HBO und sogar in einem japanischen Sender zu sehen und nutzte die Gelegenheit, um Antifaschismus in die Abendnachrichten zu tragen. Das war auch dringend notwendig in diesem Jahr! Zugegeben: Ein ganz kleines bisschen mag zu all dem wohl auch die Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung – übrigens das österreichische Wort des Jahres! – beigetragen haben.

…und wir
Daneben haben wir uns in der GRAS weitergebildet, viel diskutiert, reflektiert und auf Sommer- und Wintercamps sowie auf mehreren Bundesversammlungen über den kommenden ÖH Wahlkampf 2017, über Basisdemokratie, die Herausforderungen aktueller Bildungspolitik in Anbetracht der neoliberalen Leistungsgegesellschaft und über den Umgang mit dem globalen Rechtsruck und damit, was wir als gesellschaftspolitische Studi-Fraktion dagegen halten können. Wir haben bei FLIT*Vernetzung und Skillz-Schulungen unsere Queer*feministischen Strukturen ausgebaut. Außerdem haben wir eine Studienfahrt nach Slowenien und Kärnten auf den Spuren der Partisan_innen unternommen.

Auch die Vernetzung stand 2016 wieder verstärkt im Fokus: Wir haben mit Vertreter_innen von “Campus Grün” aus Deutschland ebenso wie mit der GRAS Bochum gute Kontakte geknüpft und uns Studi-Politik in anderen Ländern beschäftigt. Gemeinsam mit vielen anderen Initiativen haben wir uns etwa mit den Protesten gegen die Einführung von Studiengebühren für Student_innen aus Drittstaaten in Freiburg solidarisiert: Wir werden diesen Einsatz – egal auf welcher Ebene – weiter führen!

Ein Grundsatz der GRAS ist die lustvolle Politik: Neben der vielen Energie, die wir in unseren politischen Alltag stecken, wollen wir nicht vergessen, auch auf uns selbst zu schauen – und gemeinsam zu feiern.