Veröffentlich am 22.09.2016

Kampagne: Kein Hufbreit dem Faschismus

Mit der Präsidentschaftswahl steht in Österreich ein weiteres Mal eine Richtungsentscheidung an. Wir nehmen dies zum Anlass gegen das Erstarken von Rechts aufzutreten. Wir wollen erklären, welche Ideologie hinter Norbert Hofer steckt und was ein Präsident mit besten Kontakten zu Rechtsextremen in ganz Europa bedeuten könnte. Dem Rechtsruck in Europa und der zunehmend rassistischer werdenden Stimmung, den Stacheldrahtzäunen an den Außengrenzen, den hetzenden Parteien in ganz Europa und den immer skrupelloser werdenden neo-faschistischen Gruppierungen wollen wir die Idee eines solidarisches Europas und Gesellschaft entgegen stellen.

Was wollen wir machen?
Mit unserer Kampagne wollen wir rechtsextreme Tendenzen in Österreich und Europa thematisieren und entlarven. Wir wollen aufklären und gerade uns Studierende von der Vorzügen einer gleichberechtigten, grenzenlosen Welt begeistern. Wir wollen euch motivieren mit uns dafür zu kämpfen, unsere schon so gewohnt gewordenen Privilegien des gemeinsamen Europas nicht zu verlieren, sondern diese für alle Menschen gleichermaßen zu erreichen! Wenn du mitmachen willst schreib und aktiv@gras.at

Ein rechtsextremer Präsident?
Norbert Hofer ist nicht nur Kandidat der FPÖ, sondern auch Ehrenmitglied der deutschnationalen Studentenverbindung Marko-Germania. Diese rechtsextreme Verbindung lehnt die „österreichische Nation“ als solches ab, was in diesem Kontext ein Bekenntnis zu einem „vereinigten Großdeutschland“ ist. Sie setzen sich “für die Entfaltung des deutschen Volkstums ein” und wollen dabei “alle Teile des deutschen Volkes” berücksichtigen und sieht Deutschland als das “Vaterland unabhängig von bestehenden staatlichen Grenzen”. Norbert Hofer und die FPÖ stehen für eine Politik, die Menschen ausschließt und die Gesellschaft spaltet – die Rassismus, Autoritarismus und Nationalismus schürt, Frauen benachteiligt und Homofeindlichkeit verbreitet.

Rechtsruck in Europa
Allein ist Hofer damit aber schon lange nicht mehr. Egal ob im Europäischen Parlament sich antieuropäischen Kräfte zunehmend vernetzen oder an den Grenzen in Europa Stacheldrahtzäune aus dem Boden gestampft werden – ein immer stärker werdender Rechtsruck ist überall spürbar. Vom BREXIT über die Front National, bis hin zum autoritären Orban-Regime – Nationalismus nimmt in Europa wieder überhand.

Für ein solidarisches Europa
Ein gemeinsames Europa mit all seinen Freiheiten ist allerdings gerade für viele junge Menschen eine Selbstverständlichkeit. Täglich und meist unbewusst profitieren wir Studierende von den Privilegien der Europäischen Union. Wir können innerhalb der EU reisen, studieren und arbeiten wo wir wollen. Das wollen wir durch nationalistische Politik und Grenz-denken nicht verlieren, sondern wollen das für alle. Wer heute meint Lösungen für globale Herausforderungen auf nationalstaatlicher Ebene suchen zu können, befindet sich auf dem Irrweg. Wir wollen unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen – Kein Hufbreit dem Faschismus und der extremen Rechten!

Wir planen zahlreiche Veranstaltungen, die ihr hier und auf unserer Facebook Seite nachlesen könnt.

Bilder des Kampagnenauftakts vor der Hofburg

Zur Presseaussendung

Was ist das für 1 1Horn?

Das Einhorn ist Symbol für Diversität und Solidarität. Es steht für die Utopie vom guten Leben für alle.
“Kein Hufbreit dem Faschismus” bedeutet für uns, rechtem Gedankengut keinen Raum zu geben – nicht in der Hofburg, nicht in Europa.

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