Veröffentlich am 6.04.2017

GRAS begrüßt Änderung des Ausländer_innenbeschäftigungsgesetz

Der Sozialausschuss beschließt heute die Änderung des Ausländer_innenbeschäftigungsgesetzes. Damit können ausländische Student_innen auch während ihres Bacherlorstudiums 20 Stunden pro Woche arbeiten. Bisher war die Erwerbstätigkeit während des Bachelor-Studiums auf maximal 10 Stunden die Woche beschränkt. “Wir begrüßen diese realpolitische Verbesserung für Drittstaatsstudent_innen, die auf unsere Initiative hin beschlossen wurde”, so Marita Gasteiger, bundesweite Spitzenkandidatin der GRAS für die ÖH-Wahl 2017. “Eine langjährige Forderung der GRAS wurde damit endlich umgesetzt.”

Die GRAS sieht die Änderung als einen Schritt in die richtige Richtung: “Wir machen seit Jahren auf die prekäre Situation von Student_innen aus Drittstaaten aufmerksam. Nichts desto trotz ist die Lage weiterhin alles andere als zufriedenstellend. Unzählige finanzielle Hürden stehen Student_innen aus Drittstaaten vor der Aufnahme eines Studiums in Österreich im Weg”, kritisiert Gasteiger. So müssen sie zum Beispiel grundsätzlich doppelte Studiengebühren zahlen, 50 Prozent der internationalen Studierenden, deren Muttersprache nicht deutsch ist, sind von Armut betroffen.

Um allen Menschen ein Studium zu ermöglichen, fordert die GRAS ein existenzsicherndes Grundstipendium in der Höhe von 844 Euro im Monat. “Das Grundstipendium sichert ein selbstbestimmtes Studium, unabhängig vom sozialen Hintergrund. Wir stehen bedingungslos für den freien und offen Hochschulzugang – ohne rassistische Diskriminierung”, so Gasteiger.