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GRAS empört: Heute erneute Familienabschiebung

Unmenschlichkeit ist die logische Konsequenz der Österreichischen Innenpolitik - heute wird das erneut bewiesen

Heute soll wieder eine Abschiebung stattfinden. Die betroffene Familie mit zwei Kindern - 17 und 22 Jahre alt - lebt seit fünf Jahren in Österreich und ist gut integriert. "Das ist kein Einzelfall", ist Katharina Körner, Aktivistin der GRAS (Grüne und Alternative StudentInnen) entsetzt: "Es macht wütend, mitanzusehen,
dass Abschiebungen - sogar von Minderjährigen - an der Tagesordnung stehen!"

In der Nacht von Montag auf Dienstag versammelten sich einige DemonstrantInnen im "Freunde Schützen"-Haus in Meidling. Die tschetschenische Familie ist zurzeit dort untergebracht. Geplant war eine stille Demonstration vor Ort, wenn die Polizei die Familie abholen werde. "Für viele von uns war aber klar, dass wir nicht einfach zusehen wollen, wenn so etwas passiert", so Körner. "Mit z.B. einer Straßenblockade wäre es vielleicht machbar diese Abschiebung zu
stoppen." Das "Freunde Schützen"-Haus wollte mit einer solchen Aktion nicht in Verbindung gebracht werden. Die DemonstrantInnen teilten sich. "Gegen
halb 2 Uhr morgens jedoch stand fest, dass wir für eine Straßenblockade zu wenige waren", sagt Körner.

Die Familie sollte in der Nacht geholt, nach Traiskirchen gebracht und von dort nach dem Dublin Verfahren nach Polen abgeschoben werden. Noch befindet sie sich in Meidling. "Es wird allerdings heute so weit sein", befürchtet Körner. Deshalb findet heute um 18:00 Uhr eine Demonstration an der Meidlinger Hauptstraße statt. Gegen diese menschenverachtende Politik müssen wir uns wehren, es ist höchste Zeit!

Rückfragehinweis: GRAS-Presseteam 0650/3503904 presse@gras.at wwww.gras.at

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