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| Kein Platz für Antisemitismus |
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Die Adresse der Uni Wien lautet trotz zahlreicher Proteste noch immer „Dr. Karl Lueger Ring 1“. Dieser Teil des Rings ist nach dem antisemitischen Altbürgermeister Karl Lueger benannt.
Lueger wurde 1844 in Wien geboren und studierte Rechtswissenschaften. Er war Mitglied des Österreichischen Kartellverbands. 1893 begründete er die Christlich-Soziale Partei mit. Von 1897 bis 1910 war er Wiener Bürgermeister.
Lueger mobilisierte in seiner Amtszeit massiv gegen Jüdinnen und Juden.
Er nutzte die antisemtische Hetze gezielt für seinen politischen
Aufstieg. Nicht verwunderlich also, dass er einer jener Politiker ist,
von denen sich Hitler das politische Handwerk abgeschaut hat. Hitler
schrieb in seinem Buch „Mein Kampf“ über ihn: „Die gerechte Beurteilung
über Lueger wuchs zur unverhohlenen Bewunderung. Heute sehe ich in dem
Manne mehr noch als früher den gewaltigsten deutschen Bürgermeister
aller Zeiten.“
Dem antisemtischen Altbürgermeister wird in Wien trotzdem durch ein
Denkmal am Stubenring und durch die Namensgebung dieses Platzes hier
positiv gedacht – Für die GRAS ist das untragbar!
Warum aber genau Elise Richter? Elise Richter wurde 1865 geboren. Sie war die erste Frau die an der Uni Wien promovierte. Außerdem war Elise Richter die erste Frau, die eine Lehrerlaubnis an der Universität Wien erhielt. Sie schloss ihre Dissertation 1904 ab. Allerdings durfte sie erst 1905 habilitieren. Ihre Dissertation wurde nämlich durch Widerstand von nationalen, frauenfeindlichen, antisemitischen und klerikalen Gruppen verzögert.
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