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Frauenfrühlingsuni 2010 in Klagenfurt

feminismus.gifWas ist FFU?
,,Die FFU - das ist ein Ort des Austausches, der Geschichte und Geschichten, der Bildung, der Emanzipation und noch vieles mehr. Die FFUT ist ein Projekt, das Frauen generationsübergreifend zusammenbringt, wo über Erfahrungen gesprochen, Politik diskutiert, Hergebrachtes und Eingefahrenes kritisiert, aber auch gemeinsam gefeiert, lustvoll gelebt wird." (Salzburger Folder zur FFU)

Wann und wo?
Vom 21. - 23. Mai 2010, in Klagenfurt.

 

Mehr Infos auf http://ffuni.blogsport.de/ffu2010/allgemein/

 

Manche ÖHen refundieren Eure Fahrtkosten, einfach nachfragen!

 
Ungerechtigkeit nicht nur an Österreichs Universitäten erkennen und bekämpfen

feminismus.gifDie GRAS ruft alle Menschen dazu auf, weiterhin ein lautes Zeichen gegen Sexismus zu setzen. Nach wie vor sind Frauen in allen Lebensbereichen schlechter gestellt.

 

Heute, am 8.März, ist weltweiter Frauentag. Nicht nur heute, sondern jeden Tag arbeitet die GRAS gegen Sexismus und für Feminismus. "Wir kämpfen dafür, dass sich die gesellschaftlichen Verhältnisse ändern. Die traurige Wahrheit ist, dass Frauen nach wie vor am Stärksten von Armut, häuslicher, religiöser und struktureller Gewalt sowie unzähligen Diskriminierungen mehr betroffen sind als Männer", so die GRAS-Aktivistin Gina Waibel.

 

Das spiegelt sich auch an Österreichs Unis wider: "Männerbünde und jahrhundertealte Strukturen können hier nur mühsam aufgebrochen werden", so Waibel. Frauen, die in Forschung und Lehre arbeiten, sich in Gremien engagieren und manchmal auch noch zusätzlich politisch arbeiten, sind immer noch zumindest einer Belastung mehr ausgesetzt als ihre Kollegen, da Frauen nach wie vor den mit Abstand überwiegenden Teil der Reproduktionsarbeit leisten. Aber auch bei der Besetzung neuer Posten an der Uni haben Männer die Nase vorne. Erst unlängst wurde sogar auf höchster Ebene bestätigt, dass Frauen bei "gleicher Qualifikation" immer noch benachteiligt werden, wie sich am Beispiel Margarethe Hochleitner zeigte, die bei der Rektoratsbesetzung aufgrund veralteter Rollenbilder benachteiligt wurde.

 

"So lange, bis die Kategorie Geschlecht nicht mehr dazu führt, dass Menschen, die mit einer Vagina geboren wurden, gewaltsam in ihrem gesamten Leben strukturellen Barrieren unterworfen sind, wird sich auch am feministischen Kurs der GRAS nichts ändern", schließt Waibel. Daher ruft die GRAS auch zur Teilnahme an den zahlreichen heute stattfindenden Demonstrationen auf. 

 

Die GRAS steht für jede Nachfrage gerne zu Verfügung und ruft alle Menschen dazu auf, tagtäglich gegen Sexismus und Diskriminierung anzukämpfen.

 
Am 8. März ist Frauenkampftag

feminismus.gifGleichberechtigung existiert auf dem Papier, aber die Praxis sieht anders aus. Heute sind Frauen immer noch öfter von Armut betroffen als Männer, sie verdienen weniger als ihre männlichen Kollegen, sie sind Sexismus im Alltag und (sexualisierter) Gewalt  ausgesetzt.

 

Es wird von uns erwartet, dass wir brave Töchter, Mütter, Freundinnen, Ehefrauen sind. Familie und Kinder sollen uns erfüllen, wenn wir Karriere machen wollen sind wir entweder „Powerfrauen“, „Karriereluder“ oder gar „Rabenmütter“. Liebe existiert sowieso nur zwischen Mann und Frau, alles andere ist anormal. Schlank, schön, wohlduftend müssen wir sein. Hast du deine Beine auch rasiert? Werden wir vergewaltigt, fragt man(n), welche Kleidung wir trugen – und: hast du denn auch deutlich „nein“ gesagt? Was gehst du denn auch alleine um die Uhrzeit auf die Straße…? 

 

Seit 1911 wird der Internationale Frauentag gefeiert. Der Frauentag ist aber kein Feiertag, sondern ein politisches Ereignis. An diesem Tag sind also Blumen und Schokolade mehr als unangebracht. Seit fast einem Jahrhundert gehen weltweit Frauen auf die Straße um für ihre Rechte und Anerkennung für ihre Leistungen zu kämpfen.

Zentrale Forderung der Frauen weltweit waren und sind bis heute das allgemeine Wahlrecht, Arbeitszeitverkürzungen, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, regelmäßige Schulspeisungen, die Einführung des Achtstundentages und der legale Schwangerschaftsabbruch.

 

Veranstaltungen gibt es in ganz Österreich:

- Graz
- Salzburg
- Wien

 
Feminism revisited!

Andrea Trumann, die zahlreiche Beiträge zu feministischer Theorie publiziert hat, beschäftigt sich im Berliner AK Wissenskritik mit Bevölkerungspolitik, Naturbegriffen und Gentechnologie.

„Feminism revisited“ stellt ihr Buch vor und will mit Andrea Trumanns feministischer Kritik an Frauenbewegungen eine Grundlage für eine in Wien wenig rezipierte feministische Theorie liefern.

Ihr Vortrag präsentiert ihr bereits 2002 erschienenes Buch „Feministische Theorie – Frauenbewegungen und weibliche Subjektbildung im Spätkapitalismus“. Hier liefert Trumann nicht nur einen profunden Überblick über Frauenbewegungen vom Kampf um das Wahlrecht für Frauen über das Recht auf Schwangerschaftsabbruch bis zum Zeitalter der Reproduktionsmedizin und feministischer Theoriebildung, von Helke Sanders Tomatenwurfrede, Simone de Beauvoir bis zu Judith Butler. Sie unterzieht die Frauenbewegungen auch einer kritischen Analyse in Bezug auf deren Herrschafts- und Kapitalismuskritik. Denn, so eine ihrer zentralen Thesen: Auch wenn die Frauenbewegungen ein noch so kritisches Potential gehabt haben, viele von ihnen hätten trotzdem den herrschenden Verhältnissen in die Hände gespielt und diese optimiert. Das Patriarchat wirkt im Spätkapitalismus – auch wenn es im alten Sinn der patriarchalen Großfamilie kaum noch existiert – individualisierend als subjektlose Herrschaft. Frauen, ehemals nur aufs „Private“ beschränkt, fungieren heute nicht nur als Arbeitskraftbehälter sondern sind zusätzlich einer rigiden Selbstdisziplinierung unterworfen. 

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In den Lesekreisen von „Feminism revisited“ geht es darum, sich fundiert mit der Theorie hinter Trumanns Thesen auseinanderzusetzen. Unter dem Titel „Dialektik der Unterwerfung“ spannt sich der Bogen von Hegel, Marx, Horkheimer und Adorno zu Foucault und Judith Butler. In der letzten Lesekreis-Einheit beschäftigt sich die Reihe mit einigen Texten von Trumann selbst: Hier wird es um das bürgerliche Subjekt und sein „Anderes“, Trumanns Kritik am Popfeminismus und um ihre kritische Auseinandersetzung mit Frauenbewegungen gehen. Zusätzlich gibt es kurze Input-Referate, die einen leichteren Einstieg ins Thema ermöglichen sollen.

 

Weiter …
 
Feminists - We're Calling You!

feminismus.gifVom 4.-6- März findet in Berlin ein Diskussions- und Vernetzungsevent zu queeren und feministischen Perspektiven in Ökonomie- und Kapitalismuskritik statt.

Du möchtest dabei sein? Die ÖH Uni Wien unterstützt Teilnehmer_innen mit bis zu 100 EUR Fahrtkostenzuschuss.

Anmeldung und Infos: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst

 

Website des Events: www.feministische-oekonomiekritik.org

 

"Das Event ist eine Plattform, auf der viele und verschiedene Menschen und Gruppen sich über ihre Arbeit und ihre Politik(-formen) austauschen, organisieren, koordinieren oder informieren können. Diese Vernetzung soll die vielfältigen Arbeiten, Tätigkeiten und Theorieansätze von feministischen und ökonomiekritischen Gruppen, Personen und Projekten sichtbar machen. Es geht darum, eine linke feministische Position zu etablieren, die sich nicht länger an Alphamädchen oder an Hauptwidersprüchlern abarbeiten will. Wir wollen gemeinsam herausfinden, inwiefern sich unsere Erfahrungen und Analysen ähneln und unterscheiden, um daraufhin über Forderungen und Strategien nachzudenken. Wo und wie sind feministische und ökonomiekritische Interventionen notwendig und möglich? An wen richten sich welche Forderungen?"

 
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