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Über die Notwendigkeit und Anerkennung verschiedener Protestformen

Demonstrationen waren auch in den letzten Jahren nie das einzige Mittel, um gegen den WKR Ball zu protestieren. Dass der WKR Ball heute als rechtsextremes Event in aller Munde ist, ist der Verdienst vieler AktivistInnen, die im Rahmen unterschiedlichster Aktionsformen dazu beigetragen haben.

Artikel und Texte entstanden, wissenschaftliche Recherchen wurden angestellt, Broschüren, wie jene der ÖH Uni Wien "Völkische Verbindungen" wurden publiziert und gratis verteilt. Auf Homepages und Blogs, auf facebook und twitter wurden Hintergrundinformationen und Aufruftexte verbreitet.

Presseaussendungen wurden geschrieben, JournalistInnen kontaktiert, Interviews gegeben, um die mediale Öffentlichkeit zu erreichen.

Transparente wurden gemalen, Slogans überlegt, Luftballons aufgeblasen und pinke Perücken bestellt.

Flyer und Plakate wurden gelayoutet, verteilt und verklebt.
Vorträge wurden organisiert, Busse fuhren quer durch die Städte.
BIke Blocks wurden organisiert, heißer Tee wurde gekocht.
Bands traten auf, Gulasch wurde gereicht.
Transparente wurden an Brücken gehängt
Homepages wurden designt, SMS-Ketten und parlamentarische Anfragen geschrieben.
Twitter-Trolls der Polizei wurden enttarnt.
Ruhezonen gegen den Stress bei der Demo wurden geplant.
Radical cheerleader übten Choreografien
Radical clowns bereiteten Kostüme vor
Menschen verteilten Flyer an TaxifahrerInnen
Demowägen wurden organisiert
Solipartys wurden gefeiert.
...

Alls diese Aktionen waren wichtig, um über viele Jahre den WKR Ball in die öffentliche Diskussion zu bringen.
Je breiter die Diskussion über den WKR Ball wurde, umso weniger blieb aber auch von der radikalen Kritik an jenen österreichischen Verhältnissen übrig, die es erst möglich machen, dass ein WKR seit über 50 Jahren in der Hofburg feiert,.
In der breiten öffentlichen Rezeption ging es um ein paar Nazis, die ein Problem darstellen. Uns geht es noch immer aber um einen Protest gegen einen Alltag, in dem Rechtsrevisionismus, Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie weiter tief verankert sind.

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