GRAS
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Frauen in der Wissenschaft sichtbar machen!

Männerbüsten im Arkadenhof der Uni WienVor allem Männer werden für wissenschaftliche Arbeiten honoriert, was patriarchale Strukturen aufzeigt und reproduziert. Beispielsweise stehen im Arkadenhof der Universität Wien 153 Gedenktafeln und Büsten von Männern, aber nur eine Tafel von einer Frau – von Marie von Ebner-Eschenbach. Ihr wurde 1899 das Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft verliehen – als einzige Frau bekam sie dieses von Kaiser Franz Joseph. 1900 wurde sie zur ersten Ehrendoktorin der Universität Wien ernannt.

 

Für uns als GRAS ist es wichtig, noch immer bestehende Diskriminierungen von Frauen in der Gesellschaft aufzuzeigen und dagegen zu kämpfen. In unserer Funktion als Studierendenvertretung setzen wir uns auch mit der Situation von Frauen in der Wissenschaft auseinander.

 

Wissenschaft produziert und reproduziert unsere Gesellschaft. Gleichzeitig finden sich gesellschaftliche Machtverhältnisse in der Wissensproduktion und somit auch in deren Erkenntnissen wieder.

 

Frauen wurde der Zugang zu den Hochschulen lange verwehrt und noch immer werden Frauen beim Zugang zu höheren wissenschaftlichen und politischen Sphären benachteiligt.

 

Wissenschaftlerinnen und ihre Arbeiten werden oft „übersehen“, ignoriert oder nicht ernst genommen. Dass Frauen weniger sichtbar gemacht wurden und werden, bestärkt das Fortkommen von Männern und damit männliche Strukturen. Für die systematische sexistische Diskriminierung in der Wissenschaft gibt es sogar einen Namen: Der Matilda Effekt thematisiert die ungleiche Verteilung wissenschaftlicher Anerkennung aufgrund von Geschlecht.

Feminize!

Diese zeigt sich vor allem in höheren Unisphären. Während es noch etwas mehr Studienanfängerinnen als Studienanfänger gibt, sind unter ProfessorInnen nur noch 17% Frauen. Rektorinnen gab es bisher überhaupt erst vier.

Für uns ist klar, wo für Frauen besondere Hürden eingebaut sind. Sie bestehen bei Aufnahmeverfahren, wie beispielsweise dem EMS-Test für das Medizinstudium, bis hin zur Habilitation, wo sich die meisten Frauen zum Abbruch ihrer universitären Laufbahn gezwungen sehen.

Solchen offensichtlichen Benachteiligungen gilt es entgegenzutreten!

Frauen in der Wissenschaft sichtbar machen!

Daher fordert die GRAS:

:: mehr Frauenförderung während des Studiums, z.B. Diplomandinnen-coaching

:: Umsetzung der Quoten in allen Unigremien

:: Feminismus als Querschnittsmaterie in allen Studien

:: Abschaffung der Habilitation

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