GRAS
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Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen

Jede fünfte Frau ist von häuslicher Gewalt betroffen. Die Dunkelziffer liegt jedoch weitaus höher, da häusliche Gewalt mit zahlreichen Tabus belegt ist. Der Grund dafür liegt in der alltäglichen Realität, in der die Herrschaft des Mannes über die Frau als selbstverständlich angesehen wird. Dies entspricht der gesellschaftlichen Konzeption, die in die Sphäre des Privaten und des Öffentlichen unterteilt ist. Was im Privatbereich passiert bleibt nur allzuoft unthematisiert, sodass uneingeschränkte männliche Machtausübung möglich ist.

Gewalt bedeutet: Misshandlung, Vergewaltigung, Demütigung, Drohung, Erpressung, ökonomische Abhängigkeit, Freiheitsentzug und vieles mehr. Weiters ist festzuhalten, dass häusliche Gewalt alle Frauen betrifft - jeden Alters, unabhängig von ihrem Bildungsstand, ihrer Herkunft, Religionszugehörigkeit oder sozialen Hintergrunds.

,,Gewalt an Frauen muss als strukturelles Problem anerkannt werden und darf nicht länger als Privatsache abgetan werden", fordert Sarah Danninger, Aktivistin der GRAS. So wird die Gewalt an Frauen in der Gesellschaft nach wie vor als ,,Kavaliersdelikt" angesehen, über die in vielen Fällen hinweggesehen wird. Diese Kultur des Wegsehens stellt somit die übliche Umgangsform mit dem Phänomen Gewalt dar. Legitimiert wird diese Praxis durch das patriarchale System, in dem Frauen strukturell diskriminiert werden.

,,Gesellschaftliche Strukturen und festgefahrene Stereotype sind deshalb für die massive Ausübung von Gewalt an Frauen verantwortlich", meint Danninger abschließend.

Diese Situation ist nicht länger tolerierbar.

GRAS - widerständig & lebendig

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